Make my USA Reise - Was machen wir hier?!

Dienstag, 27. August 2019

North-/Midwest 2019 – cruising Illinois, Wisconsin, Michigan and Minnesota

Ich hatte aufgrund einer schlimmen Nachricht zu Jahresbeginn entschieden, dass wir dieses Jahr, wenn auch nur für zwei Wochen, wieder in unsere zweite Heimat fliegen.

Es gilt den Moment zu genießen und das geht bei uns am besten in den USA.

Da die Zahl der Bundesstaaten geringer wird, die wir noch nicht bereist haben, fiel unsere Wahl auf den Nord-/Mittleren Westen der USA.

Die dortigen Bundesstaaten Illinois, Wisconsin, Michigan und Minnesota hatten wir bis dato nur im Bereich Chicago bereist.

Positiver Nebeneffekt, wir kennen hier ein paar Amerikaner, die sich sehr darüber gefreut haben uns zu sehen.

Von Frankfurt aus ging der Verbindungsflug nach Charlotte (North Dakota), wo wir nach einem kurzen Stop-over nach Chicago weiterfliegen konnten.

Es war dieses Jahr auch der erste Urlaub ohne unseren Sohn Pascal, der mittlerweile volljährig, mitten in seiner Berufsausbildung steckt und entsprechend arbeiten musste.

Ein etwas ungewohntes Gefühl, den Sohn in Europa zurückzulassen, aber die Kinder werden eben größer….

In Chicago den Mietwagen von alamo übernommen und wieder mal ein wenig über deren Service geärgert.

Wenn ich mit „skip the counter“ werbe und Du es auch entsprechend buchen kannst, dann möchte ich am Airport nicht hören, dass diese Zeitersparnis ausgerechnet in Chicago nicht funktioniert.

Dafür war der gewählte und innig geliebte Chevy Tahoe ein 2019 er Modell und entsprechend nagelneu.
Unser Mietwagen, ein Chevy Tahoe Modell 2019 - genau meins!



Wir sind direkt nach Milwaukee gefahren und hatten uns dort für zwei Tage in ein Hotel eingemietet, standen doch bereits am nächsten Tag die ersten Highlights an…

Von unserem Bekannten Michael waren wir in den "Deutscher Männer Verein“ nach Racine eingeladen. Wandteller in Wisconsin vom Schloss Gottesaue in Karlsruhe

Ein Verein, der seit 125 Jahren besteht und von deutschen Auswanderern gegründet wurde!

Im Vereinsheim angekommen, haben wir diverse Artifakte aus unserer Heimat Karlsruhe entdeckt. Z.B. einen Vereinswimpel meines geliebten Karlsruher SC und einen Wandteller des Schloss Gottesaue in Karlsruhe.
Vereinswimpel meines Vereins Karlsruher SC in Wisconsin



Bei Kölsch-Bier vom Fass (!!!) und Bratwurst mit Sauerkraut (Sonntagmorgen um 10 Uhr…), wurden schnell Kontakte geknüpft und ich habe mich sofort wieder „home away from home“ gefühlt.

Nach dieser Stärkung ging´s per Bustransfer in Richtung Miller-Park in Milwaukee, zum Baseball-Spiel der Milwaukee Brewers vs Texas Rangers.
Baseball Stadion der Milwaukee Brewers




Gut, ich werde dieses Spiel nie verstehen, aber lustig war es in jedem Fall und 44.000 Zuschauer hatten neben uns ihren Spaß.

Danke, lieber Michael für diesen tollen Tag mit Dir in Deiner Stadt und Deine überragende Gastfreundlichkeit!

Tags darauf entschieden wir uns, unsere Tour zu beginnen, nicht ohne vorher das bekannte Museum von Harley Davidson zu besuchen. 

Ich sitze Probe mit meiner Frau auf einer Harley im Museum in Milwaukee


Diese Ikone des Motorradfahrens hat in Milwaukee ihren Ursprung.

Danach folgten wir der Route am Lake Michigan entlang nach Green Bay.

Die Packers als die Football-Institution im Norden der USA (einziges Franchise, welches komplett in der Hand der Fans des Vereins ist), spielten in der Pre-Saison leider auswärts, aber immerhin konnten wir das Training in Lambeau-Field besuchen. Selbst dort waren knapp 2.500 Zuschauer, nur zu einer Übungseinheit.
Ich beim Training der Green Bay Packers in Lambeau Field, Green Bay



Ein tolles Erlebnis!!!

Von Green Bay sind wir dann in Richtung Michigan weiter gefahren, da wir uns die Faszination und Schönheit der Natur am Lake Superior nicht entgehen lassen wollten.

War das Wetter am Lake Michigan leider noch nicht so prickelnd, dass ein Bad im See möglich gewesen wäre, habe ich das am LakeSuperior ausgiebig nachholen können.

Ich beim Bad im Lake Superior bei Washburn in Wisconsin


Wunderschön und nahezu allein waren wir dort oben für uns unterwegs!

Vom verschlafenen Nest Hurley auf der Staatsgrenze von Michigan nach Wisconsin ging es über Park Falls am Flambeau River gelegen in das dortige Oxbo Resort , wo wir uns für eine Nacht eine Cabin gemietet hatten.

Mitten in der Wildnis, ohne Handynetz… Lach… Kommentar meiner Tochter am nächsten Morgen: „Am Anfang konnte ich nicht einschlafen, da es sooo ruhig war, aber danach war es super entspannend“.

Hier hatte ich auch das erste Mal am Morgen zu kontrollieren, ob Hasen vor der Hütte unterwegs sind, ein gutes Zeichen, dass keine Pumas, Wölfe oder gar Bären in der Nähe aktiv sind…

Von Oxbo aus sind wir nach Loretta weiter gefahren, um der Einladung unserer Bekannten, Tim und Sherrie zu folgen.

Wir am Lake Blaisdell in Loretta, Wisconsin bei Sonnenuntergang




Diese beiden liebenswerten Menschen leben direkt am See im Nirgendwo, begleitet von ihren beiden süßen Hunden und der grauen Eminenz, ihres Zeichens die 98 Jahre alte Hauskatze…




Zwei Tage mit tollen Gesprächen, „Männersport“ wie Quad fahren, Joggen gehen mit bewaffnetem Begleitschutz (wegen der Wildtiere), Schießübungen im Wald, leckersten Ribeye-Steaks, selbstgemachter Cinnamon rolls, deutschen Schnitzeln mit Kartoffelsalat und "Cannibal-Sandwiches"/Mettbrötchen, gingen wie im Flug vorbei und wir haben die Ehre, eine amerikanische Familie in deren Haus besuchen zu dürfen, sehr genossen.




Hier hat sich auch wieder gezeigt, dass es Faktoren gibt, die ein glückliches Leben auszeichnen, die weit weg von „Geld“, etc. anzusiedeln sind…
Sonnenuntergang am Blaisdell Lake bei Loretta, Wisconsin



Sherrie und Tim, Danke für Eure Gastfreundschaft!!!

Samstags hieß es dann Abschied nehmen und wir sind in einer 3,5 stündigen Fahrt weiter nach Plymouth gefahren, einem Vorort von Minneapolis.

Dort hatten wir als Ersatz für die Packers Karten bei den Minnesota Vikings geordert, die in der Pre-Season gegen die Seattle Seahawks spielten.

Das Spiel im US Bank Stadium war ein echter Hit!


Auch als europäischer Fußballer liebe ich mittlerweile dieses actiongeladene und sehr strategisch aufgebaute Football-Spiel der Amerikaner.

Das Spiel selbst war mit 66.000 Zuschauern ausverkauft und entsprechend war die Stimmung der „Nordmänner“ bombastisch.

Am darauf folgenden Tag war dann die „Mall of America“ unser Ausflugsziel, wollten wir uns doch mit neuer Kleidung eindecken.

Blick in die Mall of America in Minneapolis, Minnesota

Da eignet sich natürlich die ehemals größte Shopping-Mall der Welt am besten. 

Mit über 550 Stores und 60 Restaurants war dem uns bekannten Gigantismus der Amerikaner wieder keine Grenzen gesetzt.

Meine Tochter hat das Shoppen mit Mama genossen, ich hatte mich dann irgendwann zu ein paar „IPA´s“ (India Pale Ale) verabschiedet und Football geschaut.

Von Minnesota aus folgten wir dann der sehr schönen Strecke entlang des Mississippi-Rivers, der oberhalb von Minneapolis entspringt.


Blick über Wisconsin bis nach Minnesota vom Grandad Bluff in La Crosse aus

In La Crosse überquerten wir die Staatsgrenze zurück nach Wisconsin und ich nutzte die Gelegenheit zu einem Bad im Fluß…

Ich beim Bad im Mississippi River bei La Crosse in Wisconsin

Da kamen Erinnerungen an die Geschichten von Tom Sawyer hoch…

Nach einem kurzen Stop in Reedsburg, WI (uriges Hotel „Voyageur Inn And Conference Center“), mit einer Kellnerin im angeschlossenen Steakhouse, die mich an meinen Englisch-Kenntnissen zweifeln ließ, als sie meinte, man könnte meine Frau besser verstehen als mich… 

Tja, meine Chefin… 

Da lerne ich gerne noch was…, ging es von dort nach Spring Green, wo wir uns das legendäre "House on the rock" anschauten.

Der "unendliche" Infinity Room im House on the rock in Spring Green, Wisconsin

Ein skurriles Haus mit einer erstaunlichen Auswahl an Sammlungen.

In den 1940ern entdeckte ein Mann namens Alex Jordan einen 18 m hohen Felskamin im wunderschönen Wyoming Valley. 

Er fasste den Plan, genau an dieser Stelle ein Haus auf der Sandsteinformation „Deer Shelter Rock“ zu errichten. 

Jordan baute das Haus als Wochenendsitz und hatte nie die Absicht, daraus eine Touristenattraktion zu machen. 

Die Menschen ließen sich jedoch nicht davon abhalten, dieses Wunder der Architektur, von dem sie so viel gehört hatten, zu besichtigen. 

Jordan begann schließlich damit, eine Spende von 50 Cent zu verlangen. 

Und das war nur der Anfang. 

Das Haus mit seinen 14 Räumen bildet die Originalstruktur des gesamten Komplexes, der heute aus zahlreichen Gebäuden, Ausstellungen und Schaugärten besteht.

Viel zu  viel zu sehen, um es an einem Tag zu erfassen.

Entsprechend hatten wir dann unsere Tour nach New Glarus fortgesetzt, um die dortige Brauerei zu besichtigen.
Wir bei der Brauerei Besichtigung in New Glarus, Wisconsin


Ich als Bierliebhaber kann immer wieder nur zu gern bestätigen, dass die Amerikaner in Sachen Braukunst extrem gut unterwegs sind.

Auswahl an Bieren der New Glarus Brewing Company in New Glarus

Die Einflüsse zahlreicher deutscher Einwanderer spielen hierbei genauso eine Rolle, wie die Vielzahl an Einwanderern aus anderen Regionen der Welt, die entsprechend andere Geschmäcker und Sorten mit einbringen.

Mein Favorit ist  „MoonMan“ (A session beer with a bright bold blend of five hops that flirt obligingly with the smooth malty backside).

Ich liebe es halt „hoppy und hazy“ (hopfig und „verschwommen“ – nein, nicht die Erinnerungen nach zu reichlichem Genuss…).

Ein toller Tipp übrigens, um eine Übersicht über die Freizeit- und Touristikmöglichkeiten in Wisconsin zu bekommen, bietet "your dog advisor".

Hier sind auch Touren möglich, wo ggf. der eigene Hund dabei sein kann. Sowieso sind die Amerikaner ja bekanntermaßen kinder- und tierlieb ohne Ende.

Nach derlei viel Natur und Erwachsenenbildung wollten wir unserer Tochter noch einen Wunsch erfüllen und hatten uns in einem kurzen Turn in Richtung Niles, IL bewegt, um die letzten 2 Tage in Chicago zu verbringen.

Ich vor dem Trump Hotel in Chicago, Illinois



War das Wetter in „Windy City“ während unseres letzten Besuchs in 2014 noch richtig übel, verwöhnte uns die Stadt dieses Mal mit Kaiserwetter.
Blick aus dem 94. Stock vom Hancock Tower über die Skyline von Chicago und den Lake Michigan

Vom Besuch des Hancock-Towers inkl. 360° Chicago Aussicht im 94. Stock (unsere Tochter hat sich auch für „Tilt“ getraut, ich mit meiner Höhenangst leider nicht…, über den Navy Pier inklusive Fahrt mit dem Riesenrad „Centennial Wheel“, bis zu ausgedehnten Fußmärschen entlang des Chicago Rivers, nebst diverser Köstlichkeiten der Chicagoer Küche (Hot Dogs, Chicago Style Pizza, etc.), haben wir es uns so richtig gut gehen lassen.

Vor dem Eingang der Billy Goat Tavern in Chicago, Illinois zum Essen der berühmten Hot Dogs

Leider waren dieses Jahr nur knapp zwei Wochen drin, aber wir kommen wieder….

Für 2020 ist der äußerste Nordwesten mit Washington State, Oregon, Montana und ggf. North Dakota geplant.

Lasst Euch überraschen und begleitet uns weiterhin hier.















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